Personalmanagement
Volksbank eG, Büdingen
Demographischer Wandel
Die Volksbank griff das Thema der Mitarbeiterdemographie auf, um sich frühzeitig auf die vielfach diskutierten Herausforderungen des demographischen Wandels, die sich in einem sehr stark verknappten Angebot an potenziellen Auszubildenden und Mitarbeitern sowie in einer deutlich älteren Arbeitnehmerschaft zeigen werden, vorzubereiten.
Zum Start setzte die Volksbank den Demographierechner für Volksbanken Raiffeisenbanken ein, der zwei Szenarien skizzierte. Vor den zeitlichen Horizonten von fünf bzw. von zehn Jahren wurden Altersstrukturen, Ruhestandsquoten und wahrscheinliche Mitarbeiterbestände berechnet.
Diese Szenarien wurden in einer BL-Runde diskutiert. Aus der Frage heraus, auf welchen Feldern die Volksbank in den nächsten Jahren tätig werden muss, wurden vier Themenfelder erarbeitet, die seither anhand von Maßnahmen, Programmen und weiterer Ausarbeitung vertieft werden: Mitarbeitergewinnung, Mitarbeiterbindung, demographiebezogene Personalentwicklung sowie Gesundheitsmanagement. Für jedes Feld wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich damit auseinandersetzt, um dem Vorstand die richtigen Weichenstellungen vorzuschlagen, die im Zeitablauf einen Gestaltungs- und Veränderungsprozess in der Volksbank vollziehen sollen. Die Themenfelder werden in unterschiedlicher Intensität bearbeitet; als erste Maßnahmen werden ein ganzheitliches Gesundheitsprogramm aufgestellt, zur Förderung der Potenzialträger ein interner Förderpool gegründet und die zukünftigen Entwicklungsziele der Bank in das Marketing und die Struktur der Berufsausbildung transferiert, um auch hier die Personalarbeit auf die „Bank von morgen“ auszurichten.
Ganz wichtig bei allen Ausarbeitungen und Maßnahmen der Arbeitsgruppen: um das Projekt zum Erfolg zu führen müssen alle Vorschläge mit konkreten Erfolgs- und Zielkriterien versehen sein – das heißt: Projekteffizienz vor Aktionismus!
Karl-Heinz Konrad, Vorstandsmitglied der Volksbank eG, Büdingen
VR-Bank Werra-Meißner eG
Einführung einer leistungs- und erfolgsorientierten Vergütung mit tariflicher Variabilisierung
Mit der Einführung einer LEV wurde die Zielsetzung verfolgt, einerseits die bisherigen Provisions- und Vergütungsregelungen mehr einheitlich und gesamtbankbezogen zu gestalten; andererseits sollte das bereits etablierte Instrument „Führen mit Zielen“ durch monetäre Anreize zusätzlich verstärkt werden. Im Rahmen der Projektzielsetzung wurde im Vorstand festgelegt, dass die Gestaltungsmöglichkeiten des Tarifvertrages LEV in der VR-Bank zum Einsatz kommen sollen.
Eine Auftaktveranstaltung im Führungskreis mit der gemeinsamen Abstimmung von Feinzielen stellte den offiziellen „Startschuss“ dar. Es schloss sich eine Erhebung an, welche die Ausgangssituation im Rahmen einer Formblatterhebung, von Kurzinterviews (Führungskräfte) sowie einer schriftlichen Stichprobenbefragung (Mitarbeiter) transparent machte.
Im Rahmen der Projektgruppenarbeit, in die neben Führungskräften auch Betriebsratsvertreter integriert wurden, wurde ein LEV-Regelwerk für die VR-Bank erarbeitet und die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise das Instrument „Führen mit Zielen“ sowie der bankinterne Planungsprozess überarbeitet. Das Ergebnis daraus wurde in eine Betriebsvereinbarung formuliert und nach interner Verhandlung zwischen Vorstand und Betriebsrat beschlossen.
Im Rahmen von dezentralen Veranstaltungen wurden die Mitarbeiter über das neue Instrument der leistungs- und erfolgsorientierten Vergütung informiert. Die Führungskräfte wurden durch Workshops auf die Zielableitung und die Umsetzung der LEV im Führungsprozess vorbereitet.
Herr Stefan Fross, für das Personalressort zuständiges Vorstandsmitglied der VR-Bank Werra-Meißner eG
Volksbank Raiffeisenbank Schlüchtern eG
Konzeption und Einführung eines “Mitarbeiterentwicklungsgespräches”
Ziel des Projektes war es, ein Mitarbeiter-Feedback-Instrument einzuführen, welches inhaltlich und strukturell auf die Belange der Volksbank Raiffeisenbank abgestimmt ist. Hierzu hat sich eine interne Projektgruppe unter Moderation der GenoPersonalConsult GmbH mit diesem Instrument beschäftigt und den Bogenaufbau sowie Bewertungskriterien erarbeitet. Den Mitarbeitern wurde das “Mitarbeiterentwicklungsgespräch” im Rahmen einer Betriebsversammlung vorgestellt. Im Vorfeld der Einführung wurden die Führungskräfte im Rahmen eines Trainings auf ein einheitliches Bewertungsverständnis und einheitliche Handhabung vorbereitet. Erste Erfahrungen zeigen, dass das Ziel, die Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeiter zu intensivieren und dabei konstruktive Rückmeldungen zu geben, aus Sicht aller Beteiligten erreicht wurde.
Herr Werner Hölzer, Vorstandsmitglied Volksbank Raiffeisenbank Schlüchtern eG