Motiv
Ein Blogbeitrag von Matthias Lanig
Berater

Traut den Mitarbeitern mehr zu!

Traditionelle Führungs- und Managementsysteme sind nach dem bekannten Schema aufgebaut: Die Unternehmensführung überlegt sich – ggf. flankiert von externen Beratern – Innovationen, Veränderungsschritte etc., bringt sie den Führungskräften näher und diese wiederum versuchen, die Mitarbeiter dafür zu gewinnen. Und was passiert dann häufig? Innovationen werden zerredet, umfassende Umsetzungshürden tauchen auf, der Transfer funktioniert nicht. 

Warum ist das so? Mehr Flexibilität, Agilität, Schnelligkeit oder wie Sie es immer nennen möchten, ist nicht vereinbar mit diesem traditionellen Verständnis. Es ist zu langsam und zu statisch und es berücksichtigt die Tatsache zu wenig, dass die Mitarbeiter letztlich heute schon diejenigen sind, die Relevanz, Nutzen, Machbarkeit und Umsetzungsfragen als Spezialisten am besten einschätzen können.
Ist bei Ihnen nicht so? Bei Ihnen im Unternehmen sind immer noch Sie als Vorstand/   Geschäftsführer oder Ihr Top-Management die einzigen, die wirklich Innovationen anstoßen und die Umsetzung nach vorne bringen können? Dann könnten Sie künftig ein Problem bekommen.

Begriffe wie Kundennähe, Bedarfsorientierung, Anpassungsgeschwindigkeit werden zunehmend zur kritischen Größe, wenn sich ein Unternehmen in einem dynamischen Umfeld behaupten will. Der Unternehmensentwicklungsprozess der Zukunft wird nicht mehr allein vom Management getrieben. Aus diesem Grunde ändern viele Unternehmen (auch Volksbanken Raiffeisenbanken) gerade die Blickrichtung auf Unternehmenskultur und Führung: Die Mitarbeiter stärker als Mit-Entwickler und Mit-Gestalter (mit)wirken lassen. In der Praxis finden Sie viele sehr erfolgreiche Beispiele, die „Junge Wilde“, „Innovationsteam“ oder ähnlich heißen – mit sehr offenem Fokus (im Vergleich zu traditionellen Projektgruppen). Dies erfordert selbstverständlich ein entsprechendes Führungs- und Leitungsverständnis – das eben solches fördert und ein Mitarbeiterbild, das Mitarbeitern etwas zutraut. Selbstverständlich heißt das im konkreten Fall: Umdenken, loslassen, zulassen, andere Rollen akzeptieren – Transformation eben….

Möglicherweise sind Sie in der komfortablen Position, noch einige Zeit in Ihrem Umfeld mit traditionellen Mustern erfolgreich zu sein – herzlichen Glückwunsch. Sie sollten allerdings den Anpassungsprozess rechtzeitig einleiten, denn die Zukunft wird partizipativer sein!  

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