Motiv
Ein Blogbeitrag von Markus Vitinius
Berater

Wissen Sie wirklich, wen Sie suchen?

Wir bei GPC lesen -rein beruflich natürlich- regelmäßig Stellenanzeigen. Egal ob mobil, online oder hin und wieder noch gedruckt: die sprachliche und inhaltliche Unbestimmtheit, die uns dort oftmals begegnet, sucht ihresgleichen.

Viele der in Stellenausschreibungen beschriebenen Profile sind viel zu schwammig formuliert. Projektmanager, Prozessmanager und die „Spezialisten“ für verschiedene Anglizismen-Tätigkeiten zählen dazu. Sperrige Aufgabensammlungen, die aus internen Funktionsbeschreibungen in Stellenanzeigen kopiert werden, verschlimmern die kommunikative Verwirrung weiter. Bei den persönlichen, kulturellen Anforderungen wird es dann oft noch viel nebulöser. Der „sozial kompetente, aufgeschlossene, durch- setzungsstarke und äußerst engagierte Teamplayer“ ist eine Beschreibung, die sich in gewissen Facetten in (fast) jeder Stellenanzeige  findet – und die (fast) jeder Bewerber in gewissem Maße für sich in Anspruch nehmen wird. Die Botschaft, die zwischen den Zeilen bei den Bewerbern ankommt, ist aber: Die wissen doch selbst nicht, was sie suchen.

Das Texten von Stellenanzeigen setzt einiges an gedanklicher Anstrengung voraus. Ein paar „goldene Fragen“ haben wir uns in dieser Hinsicht zu eigen gemacht und teilen diese gerne mit Ihnen:

  • Was genau soll der Stelleninhaber tun? Welche Projekte sind zu leiten, welche Kunden zu gewinnen, welche Veränderungen wodurch zu begleiten?
  • Welches sind die fachlichen oder methodischen Anforderungen, die zwingend zur Erfüllung der Aufgabe notwendig sind? Werden neue, zusätzliche Kompetenzen benötigt? Welche sind das genau?
  • Was macht die Kultur im Unternehmen speziell und unterscheidbar? Sind Sie z. B. davon überzeugt, dass Ihr Unternehmen agil arbeitet und sich „wie ein Start-up“ verhält? Wenn Sie das kraftvoll bejahen können, dann darf sich die Stellenanzeige auch gerne so lesen.
  • Wie können die erarbeiteten Aufgaben und Kulturmerkmale in so klare Sprache gegossen werden, dass sie von unserer Zielgruppe auch verstanden werden? Senden wir so deutlich, dass unsere Botschaft zu empfangen ist? Testen wir das?

Mehr zum Thema „Recruiting 4.0“ und eine ganze Reihe weiterer Praxistipps finden Sie in unserem Whitepaper „Mitarbeitergewinnung zwischen analog und digital“, dass Ihnen hier zum kostenfreien Download zur Verfügung steht.

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Markus Vitinius

Diplom-Betriebswirt (FH), Geschäftsführer
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