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STUDIEN

Vergleichsstudien zur Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung

Die Vergleichsstudien als fundierter Orientierungsrahmen für Genossenschaftsbanken

Gesetzliche und regulatorische Vorgaben rücken die Vergütung von Vorstandsmitgliedern und Aufsichtsräten sowie damit verbundene Sorgfalts- und Dokumentationserfordernisse immer stärker in den Blick und die Verantwortung der Vorstands- und Aufsichtsratsgremien. Wir können Ihnen dazu eine exklusive Studie für Genossenschaftsbanken anbieten, in der neben der Vergütungshöhe auch wesentliche Informationen zur Altersversorgung, Tantiemengestaltung, Vertragslaufzeit, etc. für Vorstände dargestellt werden.

Hinsichtlich der Aufsichtsratstätigkeit erhalten Sie mit dieser Studie Vergleichswerte zur AR-Vergütung, der Bildung und Intensität von Ausschüssen sowie weitere Informationen.

Info-Slides und Vorschau zu den GPC-Vergleichsstudien

Falls Sie Interesse an der Teilnahme an der Vergleichsstudie der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung 2021 (Erhebungszeitraum März bis Mai 2021) haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

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Sonderauswertung zur Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung

Die umfangreichen Informationen aus der GPC-Vergleichsstudie 2018 wurden im November 2020 noch einmal besonders aufbereitet und stehen jetzt allen Interessenten zur Verfügung. Bitte haben Sie Verständnis, dass die absoluten Angaben zur Vergütung den Teilnehmern und Nachbestellern der Studie vorbehalten sind.

Vorstände großer Genossenschaftsbanken verdienen besser

Die Vergleichsstudien der GenoPersonalConsult zur Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen berücksichtigen das gesamte Spektrum der Vergütung. So werden nicht nur fixe und variable Vergütungsbestandteile erhoben, sondern auch weitergehende Vereinbarungen und die verschiedenen Ausgestaltungsformen. Die nachfolgende Abbildung zeigt die erhobene Datenstruktur für die Vergleichsstudie der Vorstandsvergütung.

Das fundierte Bild aus den Vergütungsstudien ergibt sich aus der Betrachtung des Medians, welcher anders als der Mittelwert nicht so stark auf Ausreißer in den Daten reagiert. Das obere und untere Quantil zeigt darüber hinaus wichtige Referenzpunkte für die Einordnung der individuellen Vergütungsvereinbarung. Die Daten stellen keine Empfehlungen dar, sondern basieren auf anonym erhobenen Realwerten.

Das Vorstände in größeren Unternehmen besser verdienen als in kleineren gilt wohl für die meisten Branchen. Aus den Daten der 66 Genossenschaftsbanken, die wir im Rahmen einer Sonderauswertung unserer durchgeführten Studien betrachtet haben, lässt sich ableiten, dass zwischen den gewählten BVR-Größenklassen ein Vergütungszuwachs von 26% bis über 40%  für Vorstandsvorsitzende (VV) bzw. Vorstandsmitglieder (VM) liegt.

Diese Unterschiede können durch eine Vielzahl von Einflussgrößen bedingt sein. So erfordert das Vorstandsamt in einer größeren Genossenschaftsbank nicht nur Verantwortung für mehr Mitarbeiter über mehrere Ebenen und einen größeren Geschäftsbetrieb, auch die Komplexität und die zu führenden Geschäftsfelder können deutlich abweichen. Dies erfordert eine anders gelagerte Qualifikation und Kompetenz, insbesondere im Strategieprozess und der Führungskultur, die sich zum Teil auch in der Gesamtvergütung niederschlägt.

Die Unterschiede, die sich aus der Rolle des VV gegenüber den VM ergeben betrachten wir später.

Hier sei noch das Verhältnis von Vorstandsvergütung zu Bilanzsumme erwähnt. Je größer die Bilanzsumme einer Bank ist, desto kleiner ist der Anteil der Vorstandsvergütung an der Bilanzsumme. So ist das Verhältnis der Vorstandsvergütung an der Bilanzsumme bei einer Bank mit einer Bilanzsumme <500 Mio. EUR sechsmal so groß wie das Verhältnis bei einer Bank der Klasse >2.500 Mio. EUR.

Herausgehobene Funktion und Hierarchie beeinflussen die Managementvergütung

Oben haben Sie bereits gelesen, dass Vorstände in größeren Genossenschaftsbanken je nach BVR-Größenklasse, der die eigene Bank angehört, zwischen 26% und über 40% mehr verdienen als in der nächstkleineren Größenklasse. Doch wie sieht es innerhalb des Vorstandsgremiums und im Vergleich zur zweiten Führungsebene der Bank aus

Aus den Daten der 66 Genossenschaftsbanken, die wir im Rahmen einer Sonderauswertung unserer in 2018 durchgeführten Studien betrachtet haben, lässt sich ableiten, dass die Vorstandsvorsitzenden (VV) mit gut einem Fünftel höheren Gesamtgehalt gegenüber einem Vorstandsmitglied (VM) vergütet werden. Auch wenn in den kleineren Häusern mit einer Bilanzsumme zwischen 500-1000 Mio. EUR die Position des Vorstandsvorsitzenden seltener vorkommt und daher die Datenbasis geringer ist, fällt in dieser Gruppe der Unterschied zwischen VV und VM mit + 32% am deutlichsten aus.

Die Abbildung zeigt den Unterschied in der Gesamtvergütung je nach Vorstandsfunktion.

In den Häusern, in denen kein VV benannt ist, also alle Vorstandsmitglieder gleichberechtigt sind, hat die Anzahl der Vorstände keinen Einfluss auf die Vergütungshöhe. Es ist schon bemerkenswert, dass es keine Korrelation zwischen der Vorstandsanzahl und der Gesamtvergütung des einzelnen Vorstandsmitgliedes in dem jeweiligen Größencluster gibt. Fakt ist aber auch, dass in vielen Häusern bei einem drei- und mehrköpfigen Vorstandsgremium die Vorstände stärker im operativen Geschäft eingebunden sind, bzw. sich einbringen. Im ungünstigen Falle sind es teurere Bereichsleiter in Doppelfunktion.

Was uns zu der Frage führt, wie es um das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung der 2. Führungsebene bestellt ist. In den Vergütungsberichten der DAX-Unternehmen gehören diese Angaben zur regelmäßigen Berichterstattung. Auf Basis des ebenfalls von der GPC in diesem Jahr wieder durchgeführten VR-Gehaltsvergleichs für die 2. und 3. Führungsebene der Genossenschaftsbanken liegt über alle BVR-Größenklassen im Mittel das Vorstandsgehalt beim 3,2-fachen des Gehalts der 2. Führungsebene

Die Abbildung zeigt ab der Größenklasse von 500 Mio. EUR Bilanzsumme aufwärts einen klaren Trend. Je größer die Bank, desto größer die Spreizung zwischen 1. und 2. Führungsebene. Die vorliegenden Daten geben jedoch lediglich eine grobe Orientierung, da die Basiswerte zur Vorstandsvergütung und zur Vergütung der zweiten Führungsebene teilweise aus unterschiedlichen Banken stammen.

Vorstände der größeren Genossenschaftsbanken gehen finanziell in ein größeres Obligo

Beschäftigen wir uns jetzt mit den Sonderauswertungen zur Tantiemengestaltung. Neben der absoluten Vergütungshöhe der Vorstände in den einzelnen BVR-Größenklasse ergeben sich auch deutliche strukturelle Unterschiede. So zeigt unsere Stichprobe eine eindeutige Korrelation zwischen Institutsgröße und dem Anteil der variablen Vergütung.

Während in der kleinsten Größenklasse bis 500 Mio. EUR Bilanzsumme der variable Anteil an der Vergütung bei lediglich 15 % liegt, ist der in den großen Häuser mit mehr als 2,5 Mrd. EUR Bilanzsumme mit 27 % fast doppelt so hoch.

Abschließend, bevor wir noch etwas zur Aufsichtsratsvergütung schreiben, sei noch der vielfach aufgerufene Kaufkrafteinfluss auf die Vergütung betrachtet. Es gibt lediglich eine sehr schwach ausgeprägte Korrelation. In unserem linearen Regressionsmodell macht die Kaufkraft gerade einmal 13 % Bonus aus, während zwischen der kaufkraftstärksten und -schwächsten Region in unserer Klassifikation über 30 % liegen.

Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden besser dotiert

Die Vergleichsstudien der GenoPersonalConsult zur Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen berücksichtigen das gesamte Spektrum der Vergütung. So werden bei der Vergleichsstudie zur Aufsichtsratsvergütung detailliert die Vergütungsbestandteile und der Auslagenersatz ausgewertet. Die nachfolgende Abbildung zeigt die erhobene Datenstruktur.

Wie auch schon bei den Vorständen steigt die Gesamtvergütung inklusive Auslagenersatz der Aufsichtsräte mit der Bilanzsummengrößenklasse der Bank kontinuierlich an. Im Mittel beträgt die Steigerung 60 % von einer Bilanzsummengrößenklasse in die nächstgrößere. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um den Vorsitz, stellvertretenden Vorsitz oder ein reguläres Aufsichtsratsmitglied handelt.

„Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrates nach außen wahr“, so beschreibt der Deutsche Corporate Governance-Kodex die zentrale Position des Aufsichtsratsvorsitzenden. Diese wird im Vergleich zu den Aufsichtsratsmitgliedern um durchschnittlich 134 % besser vergütet. Dies bildet die erweiterten Aufgaben aber auch die zeitintensivere Tätigkeit des Vorsitzenden in Sitzungen, Ausschüssen und der Abstimmung mit dem Vorstand ab.

Die Betrachtung nach Bilanzsummengrößen zeigt eine zunehmende Spreizung zwischen der Vergütung von Vorsitzendem, Stellvertreter und regulärem Mitglied bei steigender Bilanzsumme.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Fordern Sie uns

Joachim Kehr

Diplom-Betriebswirt (FH), Geschäftsführer

Markus Vitinius

Diplom-Kaufmann, Prokurist & Seniorberater
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