Motiv
Führen auf Distanz ist mehr als Videokonferenz

Führen auf Distanz ist mehr als Videokonferenz

5 Punkte wirkungsvoller Distanzführung - Teil 1: Technik

Bei wirkungsvoller Teamführung auf Distanz kommt es insbesondere auf 5 Punkte an. Wir beleuchten in 3 Beiträgen Serie diese 5 Punkte und geben Tipps und Anregungen.

Die Kommunikation im Team ist in Zeiten der Pandemie eine echte Herausforderung. Nach einem Jahr Ausnahmezustand in der Teamführung zeigt sich, wie bedeutend die Teamkommunikation ist. Auch wenn jetzt wieder Lockerungen möglich sind und mehr Präsenztermine stattfinden, wird die Zukunft in einem „Sowohl-Als-Auch“ liegen: Neben Präsenzterminen wird ein guter Teil der Teamführung auf Distanz in der Remote-Welt bleiben. Wir bleiben also flexibel, aber wie?

Teil 1: Technik

Entscheidend sind Haltung, Stabilität und Anwenderkompetenz.

Führungskräfte, die Distanzführung als Teil des „Sowohl-als-auch“ aktiv annehmen, gestalten ihre Teamkommunikation mit dem „Besten aus beiden Welten“. Sie machen an Beziehung und Teamklima sowie an der strategischen Grundausrichtung in Präsenz und machen in Remote-Arbeit die operative Performance. Sie nutzen das Einsparen von Fahrt- und Transferzeiten im Team durch Online-Möglichkeiten für mehr statt für weniger Kommunikation. Und Sie: Welche Haltung haben SIE als Führungskraft zur Nutzung von IT-Tools in der Teamführung?

Die digitale Teamkommunikation findet allerdings nur dann Akzeptanz und Routine, wenn die technische Lösung stabil auf allen Rechnern läuft und jeder sie technisch auch nutzen kann. Meetings, in denen es zumindest teilweise darauf ankommt, sich auch zu sehen, entfalten ihre Wirkung in Teams nicht gut, in denen durch das letzte Systemupdate die Kamerafunktion deaktiviert ist.

Zu einem gelungenen Online-Workshop gehört deshalb ein Technik-Check vor der Veranstaltung. Das ist speziell da wichtig, wo Systeme und Lösungen genutzt werden, die nicht jeden Tag im Einsatz sind.

Nicht zuletzt kommt es auf die „Trittsicherheit“ im Einsatz der genutzten Tools an. Das Nutzen von Tools kann im Rahmen von Teamveranstaltungen durchaus anspruchsvoll sein, wenn man sie zum ersten Mal bedient. Ich denke da speziell an den Einsatz virtueller Whiteboards, in denen im Team kollaborativ/ gemeinsam an einem Konzept gearbeitet wird. In unseren Veranstaltungen half uns in den letzten 18 Monaten eine Sequenz zum technischen Onboarding. Wir haben in Workshopabläufen bewusst Zeit eingeplant, um erste Anwendererfahrungen zu ermöglichen.

Wir empfehlen:

  1. Setzen Sie Anwendungen, die in der digitalen Teamführung genutzt werden sollen, auch regelmäßig ein.
  2. Setzen Sie bei der erstmaligen Nutzung eines neuen Tools ein „technisches Onboarding“ auf. Dazu ist es hilfreich eine IT-affine Person als Moderator zu nutzen (das kann, muss aber nicht die Führungskraft sein). Der Moderator sollte sich dann genügend Zeit einplanen, die notwendigen Funktionen (idealerweise spielerisch) mit dem Team zu erschließen. Dabei ist es wichtig, alle mitzunehmen. Das bedeutet, dass technische Onboarding ist dann zu Ende, wenn die am wenigsten affinen Teilnehmer die grundlegenden Funktionen beherrschen.
  3. Versuchen Sie die Erschließung neuer Technik mit Spaß und Gemeinsamkeit zu erschließen. Das reduziert Ängste und fördert die Neugier und Offenheit für Neues.

Welche Erfahrungen haben Sie mit digitaler Distanzführung gemacht? Schreiben Sie uns oder lassen Sie uns dazu austauschen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Leadership-Workhack "Digitale Teamführung"

Matthias Lanig

Seniorberater, Organisationsentwickler und Agile Coach

Rixa Alexandra Jorzik

Seniorberaterin
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Joachim Kehr

Diplom-Betriebswirt (FH), Geschäftsführer

Markus Vitinius

Diplom-Kaufmann, Prokurist & Seniorberater
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