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Lieber Mitwirkende als Gefangene oder Zuschauer

Erst kürzlich kamen wir in einem Workshop für angehende und erfahrene Moderatoren wieder zu einem entscheidenden Erfolgskriterium: Der Rolle, in der jemand an einem Workshop teilnimmt. Ich meine damit nicht Moderator, Zeitmanager, oder so. Ich meine ganz konkret: Warum jemand eben da ist. Ich teile da – obwohl ich eigentlich kein Freund des Schubladendenkens bin – sehr vereinfacht und holzschnittartig in drei mögliche Rollen ein: Gefangene, Zuschauer und Mitwirkende.

Im genannten Workshop für angehende und erfahrene Moderatoren haben wir – weil wir natürlich praxisorientiert arbeiten – über Beispiele gesprochen, die diese Menschen in  Projektworkshops erlebt haben. Kritische Beispiele waren dabei, weil sie es ja beim nächsten Mal besser machen wollen. In Fallschilderungen ergab sich, dass der „kritische Punkt“ nicht im Workshopkonzept lag, sondern in der Rolle einzelner Teilnehmer. 

Ganz konkret: Wer als Gefangener in Ihrem Workshop ist, MUSS da sein, will aber eigentlich nicht. Gefangene begegnen mir öfter in Projektworkshops, in denen sie qua Aufgabe mitwirken sollen, vom Inhalt und Notwendigkeit aber wenig überzeugt sind.

Zuschauer finden sich gerne in Team- oder Veränderungsworkshops. Sie wollen alles immer erst´mal auf sich zukommen lassen und brauchen den Workshop eigentlich nicht, weil sie mit dem Thema grundsätzlich schon sehr gut vertraut sind und für sich immer eine Lösung bei allem gefunden haben. Besonders bei Check-Ins und Vorstellungsrunden tritt dieses Rollenbild ganz schnell hervor.

Der/ Die Mitwirkende ist die Rolle, die wir in einem effektiven Workshop brauchen: Sie/ Er hat den Willen, im Workshop mitzugestalten und sich aktiv einzubringen.

Das gebe ich allen, die sich mit diesem Problem auseinandersetzen, mit:

  • Seid achtsam in Vorstellungs- und Check-In-Runden, um die TN-Motivation für den Workshop zu erfahren
  • Fragt die Teilnehmer auf charmante Art und Weise, in welcher Rolle sie denn anwesend sind
    (das sorgt mitunter für Schmunzeln, Selbsterkenntnis und Heiterkeit)
  • Fragt die Gefangenen, was sie ihn zwingt, hier zu sein – das liefert Euch wichtige Erkenntnisse für starke Kräfte und ungeschriebene Regeln in der Organisation
  • Entlockt den Zuschauern, was im Workshop passieren müsste, damit sie aus ihrer Ecke heraus kommen

Viel Erfolg und gutes Gelingen wünscht Ihnen

Matthias Lanig

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Joachim Kehr

Diplom-Betriebswirt (FH), Geschäftsführer

Markus Vitinius

Diplom-Kaufmann, Prokurist & Seniorberater
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